Wie die Finanzkrise für eine Verschlechterung Ihrer Kunden-Bankdaten sorgt – und was Sie dagegen tun können

Qualität Bankdaten


Keine Woche vergeht, ohne dass neue Meldungen zu den Auswirkungen der europäischen Finanzkrise in den Medien kreisen. Wir haben uns schon so daran gewöhnt, dass die meisten dieser Meldungen es meist gar nicht mehr auf die Titelseiten schaffen. Auch die Tatsache, dass die Großbanken und natürlich auch die Versicherer betroffen sind, ist hinlänglich bekannt.

Aber seit einiger Zeit tritt ein neuer Akteur ins Krisen-Rampenlicht: die Sparkasse. Denn die Ertragskraft der lokal sehr verwurzelten Institute wird durch die niedrigen Zinsen nachhaltig beinträchtig und ausgehöhlt. Gerade kleinere Institute werden dadurch gezwungen mit den nächstgrößeren zu fusionieren.

Auch das ist kein Geheimnis. Aber was hat das mit Ihren Kunden-Bankdaten zu tun? 

Ziemlich viel! Denn die vermehrten Bankenfusionen haben zur Folge, dass viele Versicherungskunden eine neue Bankleitzahl erhalten. Noch vor einigen Monaten haben die Geschäftsbanken Alt-Bankleitzahlen maschinell korrigiert. Aber seit SEPA dürfen sie das nicht mehr. Die Folge: Sie sind als Versicherer selbst gefordert, Ihre Kunden-Bankdaten zu aktualisieren. Denn auch viele Kunden vergessen, Sie über neue Bankdaten zu informieren. Häufig werden veraltete Bankdaten auch intern nicht nachhaltig gekennzeichnet bzw. gelöscht – und tauchen bei der nächsten Vertragsänderung wieder auf. Das ist ärgerlich für Sie und ärgerlich für Ihre Kunden.

Was können Sie dagegen tun?

Das professionelle Führen Ihrer Kundenbank-Verbindungen ist unumgänglich – das wissen Sie selbst. Hier sind die aus unserer Sicht vier wichtigsten Schritte, mit denen Sie Störungen im Zahlungsverkehr verringern können.

1. Sammeln Sie die Informationen über Banken-Fusionen an zentraler Stelle:

Bestimmen Sie eine organisatorische Stelle in Ihrer Abteilung zur Sammlung und Verwaltung der Fusionsinformationen. Das erleichtert den nachfolgenden Aktualisierungsprozess. Folgende Quellen helfen Ihnen dabei:

2. Identifizieren Sie die „infizierten“ Bankverbindungen

Selektieren Sie die betroffenen Bankverbindungen aus ihrem Bankdatenbestand. Klären Sie ab, ob sich nur die Bankleitzahl ändert oder gleich auch die Kontonummer. Was ist der Unterschied? Ändert sich nur die Bankleitzahl, dann können Sie einfach die Bankleitzahl ersetzen und die IBAN mit ihrem hauseigenen Tool zur IBAN-Ermittlung neu berechnen lassen. Ändert sich aber auch die Kontonummer, so wird der Sachverhalt anspruchsvoller. Hier müssen Sie den Datenaustausch mit den betroffenen Instituten abstimmen.

3. Organisieren Sie den Datenaustausch mit den betroffenen Instituten

Insbesondere die IT-Dienstleister der Volksbanken (Fiducia IT und GAD) bieten einen sehr professionellen Datenaustausch im Rahmen der Fusionsbearbeitung an. Die betroffenen Sparkassen arbeiten zum Abgleich mit der Finanz Informatik (FI) als IT-Dienstleister der Sparkassen zusammen. Die selektierten Bankverbindungen können im Austauschverfahren in einem Standardformat oder als csv-Datei mit einer sicheren Transferverbindung gesendet werden. Kurze Zeit später erhalten Sie die neuen Bankverbindungen zurück. Diese können Sie dann in das führende Partnersystem übernehmen.

4. Legen Sie nicht mehr gültige Bankverbindungen still


Achten Sie bei diesem Vorgehen darauf, dass die ungültigen Bankverbindungen auch wirklich ungültig bleiben. Oft werden ungültig gewordene Bankverbindungen bei der nächsten Änderung des Zahlwegs wieder aktiviert. Nach 12 oder 24 Monaten sollten diese dann aus dem System gelöscht werden.

Wenn Sie diese 4 Schritte umsetzen, dann sind Sie auf einem guten Weg zu einem gültigen und verlässlichen Bestand an Kunden-Bankverbindungen.