Was Sie bei der Zertifizierung zum IPMA Projektfachmann erwartet

Zertifizierung GPM IPMA

 

Denken Sie darüber nach, sich selbst oder Ihre Mitarbeiter im Projektmanagement zertifizieren zu lassen? Dann interessiert es Sie vielleicht, was Sie bei einer solchen Fortbildung erwartet. Sieben Krause & Schopp Mitarbeiter sowie zwei Teilnehmer aus Partnerunternehmen wurden nämlich gerade erfolgreich nach IPMA Level D zertifiziert. Und wir haben viele Erfahrungswerte gesammelt, die für Ihre Entscheidung hilfreich sein könnten.

Ein Erfahrungsbericht

Vorab meine persönlichen Erkenntnisse aus dem Lehrgang:

  • Auch mit mehrjähriger intensiver Projektmanagementerfahrung eröffnet diese Zertifizierung neue Perspektiven und ein detailliertes Grundlagenverständnis.
  • Nicht alle neuen Erkenntnisse lassen sich direkt in den Projektalltag integrieren.
  • Die Schulung ist anstrengend und erfordert Vor- und Nachbereitungszeiten.
  • Die intensive Zusammenarbeit fordert das Team und fördert den Teamgeist.

Zum Inhalt:

Schluss mit vagen Begrifflichkeiten

„Ergebnisorientierung, Task Management und Konfigurationsmanagement“. Das sind alles Begriffe von denen ein Projektmitarbeiter schon mal gehört hat. Die genaue Bedeutung und die Methoden, die sich dahinter verbergen sind allerdings sicher nicht jedem bekannt. Selbst wenn man eine vage Vorstellung davon hat, was gemeint ist, fehlt die Sicherheit im Umgang mit diesen Begriffen. Genau diese Sicherheit und ein ganz klares Verständnis von den grundlegenden technischen Kompetenzen den damit verbundenen Verhaltenskompetenzen eines (Teil-)Projektleiters erlangt man im Rahmen des IPMA Level D Zertifizierungslehrgangs.

Erfahrene Trainer mit dem Blick aufs Ganze

Die beiden Trainer Marcus Schulz und Wilhelm Mikulaschek vermittelten diese Details allerdings nachhaltig, ohne dass wir zusammenhanglos Definitionen auswendig lernen mussten:

Vom Projektstart bis zum Projektabschluss thematisierten sie die Techniken und die dafür benötigten Fähigkeiten. Im Transfernachweis hatten wir Gelegenheit, diese praktisch zu üben und immer wieder darauf zu referenzieren in welchen Projektsituationen wir die erstellten Dokumente gewinnbringend einsetzen können.

Immense Teamleistung: Der Transfernachweis

Die schriftliche Ausarbeitung in der alle Elemente eines Projektes angewendet und interpretiert werden müssen. Diesen Transfernachweis erarbeiteten wir in drei Teams. Dies half auf der einen Seite, die Arbeit untereinander aufzuteilen. Zum anderen erhöhte es die Komplexität, da wir die Konsistenz der Namen, Werte und Schätzungen durch das Gesamtwerk gewährleisten mussten. Der Aufwand wurde zusätzlich dadurch erhöht, dass wir uns zu allen wesentlichen Entscheidungen kontinuierlich abstimmten. Die Erstellung des Transfernachweis stellt somit eine immense Teamleistung dar.

Team JohannesAndreDaniela           IMPA bei Krause&Schopp

Aber auch andere Teile des Lehrgangs waren durch den Teamcharakter gekennzeichnet. Ganz deutlich wurde dies in den Auflockerungsspielen, in denen wir gemeinsam Türme, Kugelbahnen und allerhand mehr zusammen bauten und erarbeiteten. Dies schaffte zum einen Freiraum, um sich auf neue Inhalte zu fokussieren, versetzte uns jedoch auch immer wieder in neue Konstellationen in denen wir die Zusammenarbeit auf eine andere Art und Weise entdeckten.

Wann setze ich was ein?

Anhand von Beispielen aus der langjährigen Projektmanagementerfahrung der beiden Trainer wurden die Inhalte greifbar und unsere Frage „Wann setze ich denn so was ein?“ wurde überzeugend beantwortet.

Da jeder Teilnehmer während der Präsenzschulungstage ein bis zwei Referate halten durfte, hatten wir eine zusätzliche Möglichkeit, den Inhalt zu festigen und das Thema zum eigenen Thema zu machen. So haben wir den Lernstoff wirklich verinnerlicht und eine neue Methode für die Arbeitspraxis gelernt.

Unterschiedlicher Praxisbezug

Die Möglichkeit zur Anwendung in der Praxis wurde von den Schulungsteilnehmern recht unterschiedlich bewertet. Während ich gerade als Teilprojektleitung in einer Projektdefinitionsphase arbeitete und dankbar für jeden Hinweis der Trainer war, konnten andere Teilnehmer, die als Projektmitarbeiter in bereits laufenden Projekten tätig waren, zumeist nur beobachten welche der Techniken die aktuelle Projektleitung einsetzte und welche Wirkung dies auf das Projekt hatte. Die technischen Kompetenzen konnten somit in der Praxis sehr unterschiedlich angewendet werden.

IMPA im Team            Flipchart Joanda

Die vermittelten Verhaltenskompetenzen zu Motivation, Kreativität, Teamarbeit und Führung kann hingegen jeder, unabhängig davon ob er Projektmitarbeiter oder (Teil-)Projektleiter ist, in seinen persönlichen „Methodenkoffer“ aufnehmen.

12 Präsenztage und Zusatzaufgaben

Unsere Level D-Zertifizierung umfasste:

  • 1 Vorbereitungstag
  • 3 Schulungsblöcke á 3 Tage
  • 1 Prüfungsvorbereitungstag und
  • 1 Prüfungstag

Zusätzlich zu diesen 12 Präsenztagen mussten der Transfernachweis erstellt, die Teilnehmerreferate ausgearbeitet und der Prüfungsstoff gelernt werden. Diese Aufgaben bewältigt natürlich jeder Teilnehmer in seinem eigenen Tempo. Ich brauchte etwa 4 Tage für den Transfernachweis, 1 Tag für zwei Teilnehmerreferate und 3 Tage zur Prüfungsvorbereitung.

Fazit

Wenn Sie eine Schulung besuchen möchten, die „nebenbei“ zum Projektalltag läuft, sollten Sie sich nicht für den Zertifizierungslehrgang IPMA Level D entscheiden.

Möchten Sie hingegen Ihr Team intensiv für den Projekteinsatz schulen, die Fähigkeiten Ihres Teams ausbauen und den Zusammenhalt erhöhen, dann kann ich den IPMA Level D Lehrgang empfehlen. Bei Krause & Schopp wird zwischenzeitlich die Weiterbildung zum IPMA D-Level jedem Mitarbeiter ermöglicht und die Teilnahme ist sogar ausdrücklich erwünscht - siehe Karriere bei Krause & Schopp.

Informieren Sie Ihr Team am besten schon vorab über die zusätzliche Arbeitsbelastung, die der Lehrgang mit sich bringt. So können Sie Enttäuschungen oder Überlastungen vorzubeugen.

Ich möchte Ihnen auch unsere beiden Trainer empfehlen, die einen großen Mehrwert durch ihre persönlichen Erfahrungen geschaffen haben. Während Wilhelm Mikulaschek durch Anekdoten aus internationalen Großprojekten unsere Aufmerksamkeit ganz spielerisch bündelte, verhalf uns Marcus Schulz nebenbei noch zu einem gelungenen Präsentationskurs.